Internetverträge

Eigentlich gehört dies zur Sparte "Verbrauchervertragsrecht". Doch konsultieren mich immer mehr Mandanten wegen Forderungen, die im Internet auftretende Anbieter an Sie stellen, obwohl sie sich nicht erinnern, Ware oder Telekommunikationsanschlüsse bestellt zu haben. Bisher gelang es mir stets, Licht in das Dunkel zu bringen. Die Erfolgaussichten sind gut, selbst große Telekommunikationsunternehmen haben zuweilen noch nicht begriffen, über was sie alles am Telefon aufklären müssen, damit ein Hand Handyverträge etc. y-Vertrag z. B. über eine 2-jährige Laufzeit auch zustanden kommt. Den AGB-Text hinhersenden, das ist gut und schön und soll den Vorschriften des inzwischen ins BGB integrierten Fernabsatzrechts genügen. Aber die Hauptache ist immer noch: Es muss überhaupt ein Handy- oder sonstiger Telekommunikationsvertrag zustandegekommen sein. Gibt es keine Gesprächsaufzeichnung, muss das Unternehmen belegen, was es dem Kunden unterstellt. Natürlich vertrete ich niemanden, der in Wahrheit genau weiß, dass er mündlich etwas bestellt hat und nun abstreiten will. Aber bisher hatte ich solche Fälle nicht. Zu 100% stellte sich (bisher) vielmehr nach Geltendmachung der Forderungen - übrigens immer von bestimmten Anwaltskanzleien - heraus,  dass der Kunde gar nicht den Vertrag wollte, den er angeblich abgeschlossen hatte. Und wenn das der Fall ist, kommt es auch gar nicht mehr darauf an, wann und welcher Form eine Widerrufsbelehrung zuging und ob es einen Widerruf gab.

Eine schwierige Geschichte stellen die Wechsel von einem Telekommunikationsunternehmen zum anderen dar. Hier übernimmt es das neue Unterehmen, dem alten die Kündigung des Kunden zu überbringen. Dabei kann nach meiner Erfahrung einiges schiefgehhen. Doch dazu erzähle ich Ihnen mehr, wenn Sie mit Ihrem Anliegen incl. der für Sie nicht nachvollziehbaren Rechnungen in meine Kanzlei kommen.